Ab Mai 2027 ersetzt der TMSnat TMS und HAM-Nat. Termine, Unterschiede, Übergangsregeln und warum sich ein Plan B im EU-Ausland jetzt besonders lohnt.

Der TMSnat ist der neue Medizinertest, der ab 2027 den bisherigen TMS und den HAM-Nat ablöst. Er kombiniert bekannte Aufgabentypen des TMS mit naturwissenschaftlichen Aufgaben und kann für die Bewerbung für Humanmedizin, Zahnmedizin und Tiermedizin relevant sein.
Die wichtigste Neuerung: Der TMSnat kann beliebig oft wiederholt werden.
Die wichtigsten Fakten zum TMSnat 2027:
Für Studieninteressierte bedeutet die Umstellung vor allem eines: Die Vorbereitung auf den Medizinertest verändert sich. Gleichzeitig bleibt es sinnvoll, nicht nur einen möglichen Studienplatz in Deutschland, sondern auch alternative Wege zum Medizinstudium frühzeitig zu prüfen.
TMSnat steht für „Test für Medizinische Studiengänge mit naturwissenschaftlichen Aufgaben“.
Der neue Studieneignungstest ist eine Weiterentwicklung des bisherigen TMS und des HAM-Nat und wird erstmals im Mai 2027 durchgeführt.
Während der klassische TMS vor allem Fähigkeiten wie Textverständnis, quantitatives Denken und die Analyse von Diagrammen prüfte, integriert der TMSnat zusätzlich naturwissenschaftliche Aufgaben.
Damit werden Elemente der beiden bisherigen Tests in einem gemeinsamen Verfahren zusammengeführt.
Der TMSnat ist ein freiwilliger fachspezifischer Studieneignungstest. Ein gutes Ergebnis kann jedoch bei der Bewerbung über das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) eine wichtige Rolle spielen.
Der Wechsel vom TMS zum TMSnat bringt vor allem Veränderungen bei den Inhalten und bei der Wiederholbarkeit.
Beim bisherigen TMS war die Zahl der Versuche begrenzt.
Der TMSnat kann dagegen beliebig oft wiederholt werden. Bewerber können anschließend selbst entscheiden, welches Ergebnis sie für ihre Bewerbung verwenden möchten.
Das gilt auch für Personen, die bereits ein oder mehrere Ergebnisse aus dem bisherigen TMS oder HAM-Nat besitzen.
Der bisherige TMS konzentriert sich vor allem auf kognitive Fähigkeiten.
Der TMSnat verbindet diese Aufgaben mit einem stärkeren naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Damit werden Kenntnisse und Fähigkeiten aus Bereichen wie Biologie, Chemie, Physik und Mathematik relevanter.
Mit dem TMSnat soll ein gemeinsamer Studieneignungstest für die medizinischen Studiengänge geschaffen werden.
Wie stark das Testergebnis letztlich berücksichtigt wird, entscheidet jedoch weiterhin die jeweilige Hochschule innerhalb ihrer Auswahlverfahren.
Die geplante reine Bearbeitungszeit des TMSnat beträgt 298 Minuten, also knapp fünf Stunden. Hinzu kommen unter anderem eine längere Pause sowie organisatorische Abläufe am Testtag.
Die Teilnahmegebühr beträgt 100 Euro pro Testversuch.
Nach dem derzeit veröffentlichten Aufbau besteht der TMSnat aus acht Aufgabengruppen.
Geplant sind:
Insgesamt umfasst die geplante Bearbeitungszeit 298 Minuten.
Damit bleibt ein großer Teil der bekannten TMS-Kompetenzen relevant. Gleichzeitig gewinnt die Vorbereitung auf naturwissenschaftliche Fragestellungen deutlich an Bedeutung.
Wer beispielsweise Biologie, Chemie oder Physik während der Schulzeit früh abgewählt hat oder sich in diesen Bereichen unsicher fühlt, sollte für die Vorbereitung entsprechend mehr Zeit einplanen.
Für 2027 sind zwei Testzeiträume vorgesehen.
Die ersten TMSnat-Testtage finden am:
8. und 9. Mai 2027
statt.
Die Anmeldung beginnt am 2. Februar 2027 um 5:00 Uhr und endet am 2. März 2027 um 24:00 Uhr.
Das Ergebnis soll am 30. Juni 2027 bereitgestellt werden.
Der zweite Testzeitraum findet am:
6. und 7. November 2027
statt.
Die Anmeldung ist vom 3. bis 31. August 2027 vorgesehen.
Die Ergebnisse sollen am 20. Dezember 2027 verfügbar sein.
In den folgenden Jahren soll der TMSnat weiterhin in der Regel zweimal jährlich durchgeführt werden.
Der bisherige TMS wird im Herbst 2026 ein letztes Mal durchgeführt.
Die letzten Testtage sind:
7. und 8. November 2026.
Danach soll der bisherige TMS durch den TMSnat ersetzt werden.
Wer im Mai 2026 erstmals am TMS teilgenommen hat und den Test noch innerhalb des bisherigen Systems wiederholen möchte, hat dafür nur noch den letzten TMS-Durchgang im November 2026 zur Verfügung.
Ab 2027 können diese Bewerber jedoch ebenfalls am neuen TMSnat teilnehmen.
Ein bereits erzieltes TMS-Ergebnis wird durch die Einführung des TMSnat nicht automatisch wertlos.
Für die Bewerbung bis einschließlich Sommersemester 2027 gelten die bisherigen Regelungen.
Ab dem Wintersemester 2027/28 beginnt eine Übergangsphase. Die Hochschulen können selbst festlegen, ob und wie lange sie Ergebnisse des bisherigen TMS beziehungsweise des HAM-Nat weiterhin berücksichtigen.
Wer bereits ein gutes TMS-Ergebnis besitzt, sollte deshalb die Regelungen seiner Wunschuniversitäten genau prüfen.
Je nach Universität kann es sinnvoll sein, zusätzlich den TMSnat zu absolvieren.
Ja.
Eine der größten Veränderungen gegenüber dem bisherigen TMS ist die unbegrenzte Wiederholbarkeit des TMSnat.
Wer mit seinem Ergebnis nicht zufrieden ist, kann bei einem späteren Testtermin erneut teilnehmen.
Auch Bewerber, die den bisherigen TMS bereits zweimal absolviert haben, dürfen am neuen TMSnat teilnehmen.
Das schafft zusätzliche Chancen. Gleichzeitig bedeutet es aber nicht automatisch, dass mehrere Versuche die beste Strategie sind.
Jeder weitere Testtermin erfordert erneut Vorbereitung, Zeit und eine Teilnahmegebühr. Wer einen Studienbeginn möglichst genau planen möchte, sollte deshalb bereits vor dem ersten Versuch überlegen, welche Alternativen infrage kommen, falls das gewünschte Ergebnis nicht erreicht wird.
Ob der TMSnat objektiv schwieriger sein wird, lässt sich noch nicht pauschal beantworten.
Fest steht jedoch: Die Anforderungen verändern sich.
Zusätzlich zu bekannten Fähigkeiten wie Textverständnis, quantitativem Denken, Merkfähigkeit und der Interpretation von Diagrammen kommen naturwissenschaftliche Aufgaben stärker in den Fokus.
Für Bewerber mit guten Kenntnissen in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik kann das ein Vorteil sein.
Wer in diesen Bereichen größere Lücken hat, sollte dagegen frühzeitig mit der Vorbereitung beginnen.
Die Möglichkeit, den TMSnat beliebig oft zu schreiben, könnte langfristig dazu führen, dass mehr Bewerber mit Testerfahrung antreten und versuchen, ihr Ergebnis weiter zu verbessern.
Wie stark sich dies tatsächlich auf die benötigten Prozentränge und Auswahlgrenzen auswirken wird, lässt sich vor dem ersten TMSnat jedoch noch nicht seriös vorhersagen.
Auch die konkrete Gewichtung des TMSnat bleibt von Universität zu Universität unterschiedlich.
Genau deshalb ist es riskant, die gesamte Studienplanung ausschließlich von einem einzigen Testergebnis abhängig zu machen.
Wer Medizin studieren möchte, muss sich nicht zwingend zwischen Deutschland und dem Ausland entscheiden, bevor die Bewerbungsphase beginnt.
Eine parallele Planung kann sinnvoll sein.
Mit einem sehr guten Abitur und einem starken TMSnat-Ergebnis bestehen weiterhin Chancen über das Auswahlverfahren der Hochschulen und die Zusätzliche Eignungsquote.
Auch die Abiturbestenquote bleibt bestehen.
Wie stark der TMSnat an der jeweiligen Universität berücksichtigt wird, hängt vom konkreten Auswahlverfahren ab.
Eine weitere Möglichkeit ist ein Medizinstudium an einer europäischen Universität.
Je nach Universität erfolgt die Auswahl dort beispielsweise über eigene Aufnahmeprüfungen, schulische Voraussetzungen oder universitätsspezifische Auswahlverfahren und nicht über den deutschen NC oder den TMSnat.
Studiengänge werden an zahlreichen europäischen Universitäten vollständig auf Englisch angeboten.
Wer nach dem Studium nach Deutschland zurückkehren möchte, sollte bereits vor der Bewerbung prüfen, ob der Studiengang und der Abschluss die Voraussetzungen für die spätere Anerkennung und Approbation in Deutschland erfüllen.
Eine Bewerbung im Ausland bedeutet nicht, dass man auf den TMSnat verzichten muss.
Beide Wege können parallel verfolgt werden.
So können Studieninteressierte beispielsweise den TMSnat absolvieren und sich gleichzeitig an ausgewählten europäischen Universitäten bewerben.
Sobald Testergebnisse und konkrete Studienplatzzusagen vorliegen, kann anschließend entschieden werden, welcher Weg am besten zu den eigenen Zielen passt.
Wichtig ist allerdings, frühzeitig zu beginnen: Aufnahmeprüfungen und Bewerbungsfristen ausländischer Universitäten folgen nicht automatisch dem deutschen Bewerbungszeitplan.
Wer im folgenden Jahr mit dem Medizinstudium beginnen möchte, sollte seine Möglichkeiten deshalb möglichst früh prüfen.
Der erste TMSnat findet am 8. und 9. Mai 2027 statt.
Die Anmeldung für den ersten TMSnat beginnt am 2. Februar 2027 und endet am 2. März 2027.
Der bisherige TMS wird ab 2027 nicht mehr angeboten. Die letzten TMS-Testtage finden am 7. und 8. November 2026 statt. Ab 2027 übernimmt der TMSnat seine Rolle als neuer Studieneignungstest.
Der TMSnat kann beliebig oft wiederholt werden. Bewerber können selbst entscheiden, welches Ergebnis sie für die Bewerbung einreichen.
Die Teilnahme am TMSnat kostet 100 Euro pro Versuch.
Die geplante reine Bearbeitungszeit beträgt 298 Minuten, also knapp fünf Stunden. Zusätzlich müssen unter anderem Pausen und organisatorische Abläufe berücksichtigt werden.
Der TMSnat enthält unter anderem naturwissenschaftliche Fragestellungen aus Bereichen wie Biologie, Chemie, Physik und Mathematik sowie Aufgaben zu Textverständnis, quantitativem Denken, Merkfähigkeit und Diagrammen.
Während der Übergangsphase können bisherige TMS- und HAM-Nat-Ergebnisse weiterhin berücksichtigt werden. Ab dem Wintersemester 2027/28 entscheidet die jeweilige Hochschule über die konkrete Anerkennung und Dauer der Übergangsregelung.
Ja. Der TMSnat ist nicht der einzige Weg zum Medizinstudium.
In Deutschland bestehen unterschiedliche Zulassungsquoten. Darüber hinaus gibt es in Europa Universitäten mit eigenen Aufnahme- und Auswahlverfahren, bei denen weder der deutsche NC noch der TMSnat die Zulassung bestimmen.
Der TMSnat eröffnet neue Chancen, macht die Studienplatzplanung aber nicht automatisch einfacher.
Wer Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Tiermedizin, Physiotherapie oder Pflege studieren möchte, sollte deshalb frühzeitig prüfen, welche Universitäten zum eigenen Profil passen, welche Aufnahmevoraussetzungen gelten und welche Bewerbungsfristen einzuhalten sind.
Medicor Tutor begleitet Studierende und Familien bei der Auswahl geeigneter Universitäten, der Vorbereitung auf Aufnahmeverfahren sowie bei Bewerbung und Immatrikulation.
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